Solo-Feuerwerk und Podcast-Power bei Untamed

Untamed haben gerade allen Grund, die Korken knallen zu lassen: Zehn Folgen ihres allerersten eigenen Podcasts sind im Kasten, eine neue Single ist draußen – und die klingt verdächtig nach Solo-Party. In “Ready or Not” heißt’s nämlich sinngemäß: Wenn keiner mitfeiern will – mach’s halt allein. Aber steckt da wirklich nur tanzbare Einsamkeit drin oder vielleicht doch mehr? Wir haben die Band mal ordentlich auf den Zahn gefühlt – nicht nur zum Song, sondern auch zum Podcast-Projekt und ihrem cleveren Format “Five For Untamed”.

Verfasst von Elfina Stab

“Ready or Not” – klingt wie eine Warnung. Wen wollt ihr warnen – oder eher provozieren?

“Ready or Not” kann man auch als Aufforderung verstehen, “Hast du Bock auf Rockmusik, geile Konzerte und einfach ne super Zeit …? Dann komm mit Untamed”. Im Song geht der Protagonist auch allein zur Party, also, wir werden unseren Weg gehen, zur Not auch allein. Aber jeder, der will, darf uns dabei begleiten.

Was war der Auslöser für den Song?

Wir wollten einen Song schreiben mit einem klassischen Rock-Riff, bei dem man gut Headbangen kann. Die Idee zum Text entstand, als Domi Niggl mal tatsächlich allein auf eine Party ging.

Wie viel Melancholie und wieviel “Scheiß drauf”-Attitüde steckt in “Ready or Not”?

Absolut null Melancholie und ganz viel “Scheiß drauf”. 

In “Ready or Not” geht’s darum, allein zu feiern, weil die anderen keine Zeit haben – ist das eher traurig gemeint oder wollt ihr damit sagen: “Ich komm auch alleine klar und hab trotzdem meinen Spaß”?

Der Text oder die Geschichte dahinter ist auf keinen Fall traurig. Der Song soll Mut machen, das Selbstvertrauen stärken und einfach Spaß machen. “Wenn keiner mitgeht, dann geh ich eben allein”, diese Kernaussage bezieht sich nicht nur auf Party – auch wenn keiner an dich glaubt, glaub an dich selber, dann kannst du alles schaffen.

Der Song ist eindeutig Rock – aber was brodelt da sonst noch im Soundkessel? Was dürfen wir stilistisch vom Album erwarten?

Vom Album wollen wir nicht zuviel verraten. Wenn man sich aber die Songs anhört, die wir bereits veröffentlicht haben, dann kann man sich schon ein Bild machen, in welche Richtung es gehen wird. Auf jeden Fall kann man sich auf die kommenden Singles freuen, da ist noch die ein oder andere Überraschung dabei. Aber jetzt erst mal mit “Ready or Not” abrocken.

Wer in der Band macht beim Feiern als Erstes schlapp – und wer zieht durch bis zum Sonnenaufgang?

Das haben wir so konkret nie getestet, aber bei ner guten Party sind wir alle 3 dabei.

Kommen wir jetzt zu eurem Podcast. Zehn Folgen – wer von euch hat bisher am meisten gelabert und wer hat die meisten Anekdoten rausgehauen?

Domi hat am meisten geredet, Danny am wenigsten und Flams die meisten Anekdoten, wie außerhalb des Podcasts eben auch. Krass, dass es schon 10 Folgen sind, da mal ein riesen großes Danke an Mia und Manu, allen Gästen und natürlich an alle Hörer.

Wie hat sich euer Team-Dreieck zwischen Band, Host und Promoterin eingegroovt – eher wie ein Proberaum, kreativ und chillig oder wie eine WG-Küche nachts um 2, jeder kämpft ums Überleben? 

Vielleicht kann man das schon wie ne kleine Familie beschreiben, so eine Patchworkfamilie, die immer mehr zusammen wächst. Mia kümmert sich um alles und jeden, hält das Ganze am Laufen und lädt ab und zu ein paar Gäste ein. Manu moderiert das super cool, mit genialen Überleitungen und hilft wenn man mal ins stottern gerät.

UNTAMED, ihr seid ja sonst gewohnt, laut zu sein – wie fühlt sich dieses “Reden über Musik” statt “Musik machen” für euch an?

Das ist tatsächlich gar kein Problem. Außerhalb des Podcasts beschäftigen wir uns auch viel mit Musik, selbst dann, wenn wir keine Instrumente in der Hand haben. Für uns ist es einfach mega geil über unsere Leidenschaft in einem Podcast zu reden.

Gibt’s ein Thema, über das ihr euch im Podcast (noch) nicht getraut habt zu sprechen?

Bis jetzt hatten wir keine Probleme mit den Themen. Es soll um Musik gehen und da haben wir keine Angst, auch über schwierige Themen zu reden.

Zehn Folgen sind gemacht – was habt ihr daraus über euch selbst, eure Gäste oder über das Musikbusiness gelernt?

Wir haben auf jeden Fall viel über uns selbst gelernt, uns selbst reflektiert und viel dazugelernt. Denn der Podcast ist etwas ganz anders als auf einer Bühne zu stehen. Wie kommt man so rüber, wenn der Zuhörer kein Bild dazu hat, sondern dir einfach nur beim Reden zuhört… oder wie kann ich etwas erzählen, ohne dass es schnell langweilig wird. Es macht auf jeden Fall sehr viel Spaß und wir freuen uns auf die nächsten Folgen.

Und jetzt mal ehrlich: Wer hört sich den eigenen Podcast heimlich nochmal an?

Jeder hört nochmal rein, ist ja auch in erster Linie gute Unterhaltung.

Wie kam’s zu eurer neuen Kategorie: “Five for UNTAMED”? War das ‘ne spontane Idee oder steckt da bei euch ein ganz eigener Content-Masterplan dahinter?

“Five For Untamed” ist für alle, die noch mehr über uns wissen wollen. Kurze Videos, in denen man erfährt, wie wir so ticken – wie wir so drauf sind, auch bei Themen, die nichts mit Musik zu tun haben.

Okay, letzte Frage: Wärt ihr lieber die Apokalypse oder das letzte Bier vorm Weltuntergang?

Die Apokalypse ist so chaotisch, düster und schlecht gelaunt. Da sind wir lieber das letzte Bier, bevor der Zug abfährt.

Review: UNTAMED – „Ready or Not“

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