„Euphoria“: Interia liefern Tiefe statt Krach (deutsch & englisch)

Mit „Euphoria“ liefern Interia eine atmosphärische Alt-Metal-Single mit Gefühl, klarem Gesang und Tiefgang. Es ist ein Track, der auffällt, hängenbleibt und Lust auf mehr macht.

Text: Mia Lada-Klein

Clean statt Kreisch und es funktioniert

Growls, Screams, Deathcore-Gekreische: Wer sich regelmäßig durch die Metal-Playlists dieser Welt hört, weiß, dass dort oft eher die Kehle als das Herz singt. Interia machen das (zunächst) anders. Ihre neue Single „Euphoria“, erschienen am 08.07.2025, ist ein echter Ohröffner. Nicht zuletzt, weil der cleane Gesang zu Beginn tatsächlich wie eine Wohltat wirkt. Emotional, greifbar, fast schon zärtlich für ein Genre, das sonst lieber die Abrissbirne schwingt.

Gegen Ende wird dann zwar auch mal gegrowlt, aber hier fühlt es sich nicht aufgesetzt oder gewollt hart an. Vielmehr wie ein organischer Ausbruch aus einer inneren Zerrissenheit, die ohnehin schon im Song mitschwingt. Und genau da wird „Euphoria“ spannend.

Gitarren, die bleiben wollen

Musikalisch bedient sich Interia einer raffinierten Mischung aus Alternative Metal und einer Prise Grunge. Das Ganze wird getragen von einem melodischen Refrain, der im Gedächtnis bleibt. Das merkt man nach dem Song. Und auch die Gitarre sollte erwähnt werden. Sie glänzt nicht nur im Solo – das übrigens gegen Ende nochmal die Hutschnur lockert – sondern zieht sich markant, aber nie aufdringlich durch den ganzen Track. Ergebnis: auch sie bleibt hängen. 

Euphoria ist mehr als ein Zustand

Textlich wird es ebenfalls nochmal richtig spannend. Keine 08/15-Liebesgeschichte, kein kitschiger Herzschmerz. Sondern eine Figur namens Euphoria. Eine Metapher, vielleicht eine Erinnerung, vielleicht ein Zustand. Sicher ist nur: Euphoria steht nicht für reines Glück, sondern für einen fragilen inneren Rausch, der so flüchtig wie gefährlich ist. Ein cleveres, poetisches Textkonzept, das angenehm vielschichtig ist und ordentlich Raum für persönliche Interpretation zulässt. So soll es sein. 

Fazit: Zwei Daumen hoch! Mindestens

„Euphoria“ ist kein Weltveränderer. Kein „Bohemian Rhapsody“. Kein „Chop Suey“.

Aber: Der Song fällt auf.

In einem Genre, in dem vieles gleich klingt, düster, laut und wütend, setzt Interia auf Melodie, Atmosphäre und Gefühl. Das ist in der heutigen Metal-Szene keine Selbstverständlichkeit mehr. Und genau deshalb bleibt’s hängen.

Englische Version

With Euphoria, Interia deliver an atmospheric alt-metal single full of emotion, clean vocals, and lyrical depth. It’s a track that stands out, stays with you, and leaves you wanting more.

Clean Over Chaos and It Works
Growls, screams, deathcore shrieks. If you regularly dive into global metal playlists, you’ll know they’re often driven more by throat than heart. Interia take a different approach. Their new single Euphoria, released on July 8, 2025, is a true ear-opener. Especially because the clean vocals at the start feel refreshing: emotional, relatable, and almost gentle for a genre that usually prefers brute force.

There’s a growl toward the end, but it doesn’t feel forced or unnecessarily aggressive. It sounds like a natural outburst from the emotional conflict woven into the track. And that’s where Euphoria becomes truly compelling.

Guitars That Leave a Mark
Musically, Interia blend alternative metal with a touch of grunge grit. The melodic chorus lingers long after the song ends. And the guitar deserves special mention—it doesn’t just shine in the solo, which lifts the track near the end, but leaves a steady, distinctive mark throughout. Memorable without being overwhelming.

Euphoria Is More Than a Feeling
The lyrics also stand out. No typical heartbreak clichés, no overused metaphors. Instead, they introduce “Euphoria” as a figure—maybe a memory, maybe a mindset. What’s clear is that it’s not about pure happiness. It’s about a fragile, fleeting rush that’s as beautiful as it is dangerous. Thoughtful and open to interpretation.

Verdict: Two Thumbs Up, at the Very Least
Euphoria won’t change the world. It’s no Bohemian Rhapsody or Chop Suey.
But it stands out.
In a genre where much of the music sounds similar, often dark, loud and aggressive, Interia focus on melody, atmosphere and emotional depth. That’s rare in today’s metal scene and exactly why this track sticks.

Mehr zur Band Interia findet ihr in den Socials.

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